Voice

Rock Party

Christmas Rock bei Kultur am Dobel

Schwarzwälder Bote 17.12.2010

Freudenstadt – Am letzten Wochenende vor Weihnachten gibt es bei Kultur am Dobel in Freudenstadt Christmas Rock: Hartmut John sowie die Bands Undercover aus Glatten und Voice aus Freudenstadt heizen dem Publikum am Samstag ab 20 Uhr ein.

Zunächst sorgt Bluespianist Hartmut John mit seinem unverwechselbaren Blues-and-Boogie-Sound für Stimmung. Das Freudenstädter Urgestein ist seit Jahren auf vielen Bühnen zu finden.

Danach bieten die fünf Musiker von Undercover ein Programm mit Covers von Police bis zu den Doobie Brothers. Aber auch Titel der Red Hot Chilli Peppers, Nirvana oder Metallica und deutsche Rockmusik von BAP zeigen das breite Repertoire der erfahrenen Musiker.

Den krönenden Abschluss bildet der Auftritt der Freudenstädter Rockband Voice. Die acht Musiker bieten handgemachte Rockmusik der 1980er- und 1990er-Jahre. Sie spielen nicht nur Hits und altbekannte Rockklassiker, sondern auch anspruchsvolle Songs von Manfred Mann’s Earthband, Pink Floyd und Golden Earing. Bei Songs von Joe Cocker, Tina Turner und Mellisa Etheridge kommen die rockigen Stimmen von Daniel Großbach und Silvia Schneider so richtig zum Ausdruck. (Schwarzwälder Bote – Tina Mauthe)

Blues und Rock – ganz stimmungsvoll

Schwarzwälder Bote 17.12.2010

Ein rockiges Vorweihnachtsgeschenk machten drei Bands dem Publikum im „Dobel“ beim Christmas-Rock. Handgemachte Klassiker aus vergangenen Tagen sorgten für unbeschwerte Stimmung.Gebührend feierte zunächst Hartmut „Hardy“ John, unterstützt von seinen Gitarristen, auf moderne Art und Weise den Auftakt der bevorstehenden Weihnachtstage. Der bekanntermaßen unverwechselbare Sound des Pianisten, der als ein Freudenstädter Urgestein in Sachen Blues und Swing gilt, zog das anfangs noch kleine, aber feine Publikum gleich in seinen Bann.

Ganz ihrer Tradition entsprechend, reihten im Anschluss die fünf Musiker der Glattener Band Undercover Hit an Hit und packten das Publikum bereits nach wenigen Minuten. Es war erstaunlich, welche Reaktion die fünfköpfige Band mit ihren Blues-und Rock-Coverversionen hervorrief: Die handgemachte Musik mit Schlagzeug, Keyboard, zwei Gitarren und Bass begeisterte Jung und Alt. Sänger Axel Albrecht zeigte Charme und Stimmvolumen. Egal, ob die Stücke rockig, funkig oder mit Bluesrhythmen versehen waren, für den Leadsänger schien es keine stimmlichen Grenzen zu geben. Dazu stimmte der Sound, und die Band begeisterte mit einem Nonstop-Rock-Festival, das es in sich hatte. Da fanden sich in den mitreißenden Rocksongs von Police (Message In A Bottle), von den Doobie Brothers und den Red Hot Chilli Peppers neben variantenreichen Klangskulpturen auch countryähnliche Elemente. Der umjubelte BAP-Brecher „Verdammt lang her“ zeugte von dem breiten Repertoire der erfahrenen Musiker.

Unverkennbar hatte sich eine große Fangemeinde eingefunden, die die fetzige Band mit frenetischem Beifall zwischen den Stücken anfeuerte. In das Rockgeschehen der 1980er-Jahre ging es zu später Stunde mit Freudenstadts Rockband Voice. Da schmetterten Sänger Daniel Großbach und Silvia Schneider dem Publikum nicht nur die rockigen Melodien altbekannter Klassiker entgegen. Auch die anspruchsvollen Songs der Manfred Mann’s Earth Band, von Deep Purple und von Joe Cocker hatten ihren ganz besonderen groovigen Stil und heizten die Stimmung im Dobelsaal mächtig an. Songs von Tina Turner und Melissa Etheridge gehörten ebenfalls zum Repertoire der Band. Aus dessen großem Fundus bedienten sich die Musiker – Drummer Uwe Stephan, Benny Bartels (Saxofon), Claude Heuser (Trompete), Stefan Barth, Gitarrist Ralf Günther und Bassist Burkhard Schmierer. Der Midnight Oil-Klassiker „Beds Are Burning“ sollte schließlich das Finale eines tollen Rockabends sein. (Schwarzwälder Bote – Petra Haubold)

Rock und Blues als Alternativen

Bands Undercover und Voice und Blues-Boarder John im Dobel

Südwestpresse, 21.12.2010

Willkommene Abwechslung im Reigen der Weihnachtskonzerte: Hartmut John sowie die Bands Undercover (Glatten) und Voice (Freudenstadt) sorgten am Samstag im Dobel für eine Rock-Blues-Nacht in der sonst musikalisch-sanften Weihnachtszeit.

Freudenstadt. Und die Gäste genossen es sichtlich, dass hier ausnahmsweise auf Weihnachtslieder zugunsten einiger Rock-und Blues-Klassiker verzichtet wurde. So dauerte es nicht lange, bis die frei Fläche im nicht bestuhlten Dobelsaal tanzend genutzt wurde. Zunächst tröpfelten die Besucher an diesem verschneiten Abend eher spärlich. Je später der Abend, umso mehr füllte sich dann allerdings der Saal.

Als schließlich um 23 Uhr Voice die Bühne betraten war die Stimmung angeheizt. Dank der voraus gegangenen Akteure Hartmut John und Undercover. Hardy startete gegen 20.30 Uhr zunächst Solo am Piano, fand aber recht schnell Unterstützung durch die Voice Musiker Paul Barth (Gitarre) und Uwe Stephan (Schlagzeug). Dass die Formation Premiere hatte war nicht bemerkbar – Bühnenprofis eben. Bei den Songs über die legendäre Route 66, beim Clapton Hit „Before you accuse me“ oder bei den Blues Brothers Anleihen dacht bald niemand mehr an das nasskalte Wetter draußen. Hartmut John hat bereits früh die Liebe für den Blues und Boogie entdeckt. Den Klassikern mengt er stets seine eigenen Akzente bei. John liebt den Blues nicht nur, er lebt ihn. Sein Stil ist gar nicht so weit von dem der schwarzen Musikkneipen Chicagos entfernt.

Nach John waren die fünf Undercover mit Sänger Axel Albrecht live gefordert. Coversongs von Police, den Doobie Brothers, Pink Floyd, Metallica oder auch deutsche Stücke von BAP zeigten das breite musikalische Spektrum der Band. Je länger der Abend, umso stilsicherer und lockerer wurde Sänger Axel Albrecht, der keinerlei Berührungsängste kennt und sich immer wieder ins Publikum mischt. Erst nach mehreren Zugaben konnte die Bühne freigegeben werden für die Freudenstädter Band Voice, die mittlerweile die 30 (Jahre Live Acts) schon überschritten hat. Schon die ersten Takte des Songs Angel wunderschön gesungen von Syliva Schneider, genügten um das Publikum zu begeistern. Daran vermochten auch kleinere technische Probleme nicht zu rütteln. Leadsängerin Schneider überbrückte die Verzögerungen kurzerhand mit dem Janis Joplin Klassiker Mercedes Benz. Those were the days, Radar love oder Proud Mary hießen einige der Songs, die auch zu fortgeschrittener Stunde ihre tanzfreudigen Hörer fanden. Wenn das Altersspektrum des Publikums Generationen überspannt, dann beweist das auch die Songs der 70er und 80er Jahre nichts an Klasse verloren haben.