Voice

Kultur am Dobel – Christmas Rock

 Pressemitteilung Schwarzwälder Bote 12.12.2013

Streifzug führt durch die Rockgeschichte

Zu Weihnachten muss man ja nicht nur barockes Blech, Posaune und Trompete oder gar Trübsal blasen, sondern es kann auch mal richtig abgehen. Zum Beispiel bei Kultur am Dobel. Für Samstag, 21. Dezember, ab 20 Uhr hat sich die Kleinkunstbühne Rocker aus der Region in den Schweizer-Saal des Stadthauses geladen: die Gruppe Voice.

Obwohl sich unter den neun Musikern der immerjungen Band aus der Region auch ein paar Silberbärte befinden, ist „Voice“ immer wieder für etwas Neues und für Überraschungen gut.

Ihr Weihnachtsrock-Spezial für Kultur am Dobel kündigen sie als Streifzug durch 30 Jahre Rockgeschichte an. Da fallen einem auf Anhieb viele Saiten-, Tasten- und Trommel-Heroen ein, die in drei Jahrzehnten Rockmusik alles andere als engelsgleiche Christbaum-Hymnen gezupft und ins Blech geklöppelt haben: Joe Cocker und Phil Collins, Deep Purple und Manfred Man und – Simply The Best – Tina Turner, um nur an einige zu erinnern.

Diese alle und viele mehr hat „Voice“ locker drauf. Immer satt live, gut gecovert oder zumindest nah am Original, denn man geht ja mit der Zeit und muss nicht Standards blind kopieren. Manch ein Evergreen aus den wilden Jahren, als die Christbäume noch Wachskerzen und Lametta trugen, will „Voice“, modern aufpoliert, musikalisch auf den Gabentisch legen. Man kann sich auf die vorweihnachtliche Rock-Bescherung freuen. Auch auf „Too late“ aus Nagold, als Spezial Guest angesagt.

Kartenreservierungen: sind unter www.kulturamdobel.de oder telefonisch unter 07441/950 92 51 möglich.

 

 Pressemitteilung Schwarzwälder Bote 23.12.2013

Rock-Special bei Kultur am Dobel

Freudenstadt – Zum Abschluss Lokalmatadoren: Mit einem Weihnachtsrock-Special der Band „Voice“ läutete man bei Kultur am Dobel die Feiertage ein und freute sich noch einmal über ein voll besetztes Stadthaus.

Die Bezeichnung „Rock-Special“ war verdient. Während zuletzt Kleinkunst mit übersichtlichem Bühnen-Equipment das Programm im Stadthaus geprägt hatte, schlug dem Besucher beim Betreten des Albert-Schweizer-Saals dieses Mal solides Hallen-Feeling entgegen. In der Mitte drängten sich bei gedämpftem Licht Besucher an verstreut platzierten Stehtischen. Aus einem Boxenstapel drangen verhalten Rock-Klassiker, doch der ausladende Bühnenaufbau vorne weckte schon Hoffnung auf eine krachende Vorstellung.

Und diese sollte sich erfüllen. Eröffnet wurde der Rock-Abend stilecht mit Vorband. »Too late« aus Nagold – die sich schwäbisch sparsam den Drummer mit „Voice“ teilen – hatte den Job übernommen und machte ihn außerordentlich gut. Die melodischen Rock-Nummern der drei Musiker waren nicht nur stilistisch in der richtigen Mischung aus hart und einfühlsam, sondern auch handwerklich astrein. Treibend, aber nie rabiat, temperamentvoll, aber nie aufgesetzt, obwohl sich die Zuhörer etwas Zeit ließen, um in Wallung zu kommen. Die mehrgenerationenkompatible Rock-Mischung hatte ein altersmäßig bemerkenswert gemischtes Publikum ins Stadthaus geführt, das sich allerdings erst aklimatisieren musste.

Während sich junge Zuhörer etwas schüchtern am Bühnenrand drängten, waren an den Saalrändern vorsorglich noch Stuhlreichen für diejenigen aufgestellt, die Kultur sonst lieber hinter sicheren Bistro-Tischchen genießen. In die Animateurs-Falle ließen sich „Too late“ dennoch nicht locken. War bei der Musik auch nicht nötig. Die Eigenkompositionen gingen ins Ohr, wie es mancher Chart-Hit nicht vermag. Hier und da ein paar Riffs von Bassist Hilmar Kallweit, darüber die schöne klare Rock-Röhre von Sänger und Gitarrist Rolf Leonhardt. Und den Endschliff verpassten die ebenso coolen wie kreativen Rhythmen von Uwe Stephan, der bewies, dass es für den großen Rock-Sound nicht immer den Gewaltmarsch über Tomtoms und Bass-Drum braucht: Man kann das Publikum auch mit der kleinen Trommel zur Begeisterung bringen.

Bunter und softer wurde es, als die neun Lokalmatadore von „Voice“ auf die Bühne traten. Diese hatten nach dem Vorlegen von „Too late“ große Fußstapfen zu füllen und begegneten der Herausforderung mit Opulenz, indem bei den Cover-Nummern von Pink Floyd bis Manfred Man alles rausgeholt wurde, was Mikros und Lichtanlage herzugeben vermochten. Sehnsucht und Hingabe vermag ohnehin keiner anrührender ins Mikro zu legen wie Daniel Grossbach.

Den Gegenpol bildete die junge Sängerin Sandra Mast, die Stammvokalistin Silvia Schneider begleitete und in einigen Zwischenspielen einen grandiosen Tina-Turner-Sound an den Tag legte. Dass die Raum-Akustik des Stadthauses irgendwann an ihre Grenzen getrieben wurde, störte zu späterer Stunde niemanden mehr. „Das ist Musik aus meiner Jugend“, rief Brigitte Schenk vom Organisationsteam, während sie munter von einem Fuß auf den anderen wippte. Drei Meter weiter hatte ein Paar den Stehtisch zur Seite geschoben und tanzte übermütig zu „Sweet Home Alabama“. Müde zu werden schienen ohnehin nur wenige. Und zu später Stunde drehten „Voice“ nochmals richtig auf – schließlich war es ein Weihnachtsrock-Special und da kann man ja kaum um 22 Uhr den Riegel rum machen.

Pressemitteilung Südwestpresse 23.12.2013

Rockgruppe „Voice“ will von Klingglöckchen nicht viel wissen

Eine fröhliche Weihnachtsparty bescherte die Freudenstädter Gruppe „Voice“ gut 120 Gästen von „Kultur am Dobel“ im Freudenstädter Stadthaus. Guter, ehrlicher handgemachter Rock‘n’Roll war angesagt, weit ab von Klingglöckchen, Owi, und Wurzelzart.

Freudenstadt. Die Vielseitigkeit ist eine der Stärken von „Kultur am Dobel“, und die spielte der Kleinkunst-Veranstalter wieder einmal voll aus mit der Verpflichtung der neunköpfigen Rockgruppe „Voice“. Diese brachte ihre Fangemeinde gleich mit und so mischte sich im ehrwürdigen Schweizer-Saal ein eher ungewohntes Publikum. Da waren die angegrauten Altrocker, die zu Beatles-Songs schon steppten, als sich die Zeitungen noch über „das Phänomen der vier Pilzköpfe aus Liverpool“ mokierten. Und da waren ebenso Teenies, die die Beatles nur als geadelte Rentner kennen, die sich auf ihren Millionen ausruhen.

„Voice“ begann ihren Spaziergang durch 30 Jahre Rockgeschichte denn auch artig mit „With A Little Help From My Friends“, also mit einer Reminiszenz an die Beatles aus dem Jahr 1967. „Voice“, einst aus einer Schülerband entstanden, macht das richtig gut. Die Gruppe spielt satten Rock’n’roll mit hartem Gitarren- und Basseinsatz (Ralf Günther, Burkhard Schmierer, Daniel Grossbach und gelegentlich „Paul“ Stefan Barth) und dynamisch-treibendem Rhythmus von Schlagzeuger Uwe Stephan. Dazu setzen aus dem Hintergrund Benni Bartels und Klaus Heuser an Sax und Trompete musikalische Ausrufezeichen und geben der Band neue Konturen. Stefan Barth am Keyboard und Daniel Grossbach mit souliger Stimme gehen vornweg und geben den Coversongs Tiefe und Sound. Das Original wird dabei nicht verfälscht oder verfremdet, allerhöchstens zeitgerecht garniert. Etwa beim unsterblichen Deep-Purple-Song „Smoke On The Water“, wenn Keyboarder Barth und Gitarrist Ralf Günther sich in eindrucksvollen Soloparts verschrauben.

Das Programm besteht aus Songs aus den besten Rock-Jahren, die das Publikum zucken, headbangen, tanzen und swingen lässt, Rhythmen, die in Bauch und Beine gehen. Doch Voice greift nicht nur auf ewig gedudelte Evergreens zurück, sondern erinnert sich auch an weniger bekannte starke Titel früherer Jahre. Ihr Repertoire ist beeindruckend sowohl in seiner Breite als auch in der Auswahl von Rock-Perlen. Da erinnert Joe Cockers kehliges „You Can Leave Your Hat On“ an einen alten Mann, der mit schleppenden Schritten über die Straße schlurft. Einfach stark.Pfeffer und Paprika in der Gruppe sind die beiden Sängerinnen Silvia Schneider, eine überzeugende, stimmgewaltige Rock-Röhre, und die hochgestöckelte Sabine Mast, deren klare, sichere Stimme aufhorchen lässt. Ein Duo, um das „Voice“ sicherlich von vielen Musiker-Kollegen beneidet wird.

Im Vorprogramm wärmte „Too Late“, eine Drei-Mann-Gruppe aus Nagold, mit light dargereichtem Heavy Metal Temperaturen, Herz und Stimmung und bereitete den Boden für „Voice“. Die brachte dann auch ihre schnörkellose Show locker über die Bühne. Ein Weihnachtskonzert der fröhlich-unbekümmerten Art für Junge und Junggebliebene. Es nannte sich ja auch „Christmas Spezial“.