Voice

20 Jahre Kultur am Dobel

Back to the roots – „Heimspiel bei Kultur am Dobel – 20 Jahre KaD“ – so das Motto der „Jubiläumsveranstaltung“  von Kultur amd Dobel am Samstag, den 18. März 2017. Das vollständige Programm steht zwar noch nicht fest, wir verraten an dieser Stelle aber bereits die bisherigen Highlights des Abends:

  • Duo JAMMERSCHADEN mit Christoph Ruetz und Herbert, Hilbert – Kabarett, Chanson und Travestie
  • Hartmut Hardy John – Pianoman und Bluesman
  • Voice unplugged and accoustic
  • Brigitte Schenk – Lesung
  • Die Frauengruppe des SV Musbach – Tanz
  • Heike Stoll-Dieterle – Gesang
  • sowie weitere Überraschungsgäste…

Das schreibt die Presse:

Schwarzwälder-Bote 19.03.2016

FreudenstadtRauschendes Fest zum 20. Geburtstag

Von Gerhard Keck 19.03.2017 – 20 Jahre und kein bisschen leise: Die Kultur am Dobel feierte im überfüllten Schweizer-Saal des Stadthauses ein Jubiläumsfest der Superlative mit einem mehrstündigen Programm.

Die Retrospektive gab sich international mit Musik verschiedener Gattungen, mit Tanz, Wortbeiträgen, Zauberei, Kleinkunst – kurz: mit allem, was den Abend erlebenswert machte. Der 1997 gegründete Verein hat sich im Lauf der Jahre zu einer unbestrittenen kulturellen Hochburg in der Region gemausert. Grund genug, darauf stolz zu sein, nicht nur für den Vorsitzenden Bernd Waldenberger, der eingangs Geschichte und Ziele der Kulturinitiative skizzierte. Beständigkeit sprach aus seinen Worten, denn von den acht Gründungsmitgliedern sind aktuell noch sechs im Vorstand tätig.

Künstler werden gut behandelt – und kommen deshalb gerne wieder

In den 20 Jahren wurden an die 200 Vorstellungen geboten, zu denen rund 15 000 Besucher strömten. Waldenbergers Dank richtete sich nicht nur an das Publikum („Wir brauchen Sie“), sondern insbesondere auch an die Mitstreiter im Verein, die Stadtverwaltung, namentlich an Ex-Bürgermeister Gerhard Link, die Sponsoren und nicht zuletzt an das Team des Cafés Pause, das zuverlässig für die Bewirtung sorgt.

Viele der Künstler, die bei der Kultur am Dobel auftraten, kämen gerne wieder, versicherte Waldenberger. Verschmitzt fügte er hinzu, dies sei keineswegs erstaunlich, denn sie würden „gut behandelt und umsorgt“. Gedacht wurde auch des verstorbenen Vereinsgründers Joachim Wolf, „dem die Jubiläumsfeier gewiss gefallen hätte“.

Das Jubiläumsprogramm war überschrieben mit „Back to the roots“, und dieses „Zurück zu den Wurzeln“ bezog sich auf Auftritte von Künstlern, die sich während der vergangenen zwei Jahrzehnte im Rahmen der Heimspiele „Künstler der Region stellen sich vor“ präsentiert hatten. Mehr als ein Dutzend Programmpunkte fanden größten Gefallen bei den Gästen, die ihrer Begeisterung freien Lauf ließen.

Realschullehrer Daniel Wolber moderierte den Abend und leitete nebenbei noch den Auftritt seiner Zirkus-Arbeitsgemeinschaft an der Falkenrealschule. Mit gekonnten Zaubereien verblüfften die jungen Künstler ihr Publikum. Da durfte auch schon mal unter anderem Gerhard Link mitmischen. Brigitte Schenk las zwischendurch kurze Texte – zum Überdenken und zum Amusement. Der Tausendsassa am Klavier, Hartmut John, einer der besten seines Genres in der Region, brachte mit seinen Blues- und Boogie-Soli die Stimmung im Saal ein ums andere Mal förmlich zum Kochen.

Fulminant auch der Einstieg ins Programm mit den Flamenco-Einlagen einer Gruppe um Anja Winz. Die Jazztanzgruppe des Sportvereins Musbach, geleitet von Sabine Finkbeiner, versprühte Temperament und Lebensfreude. Professionelle Rockmusik bot die Band „Voice“, die „älteste lokale Formation, nicht nur, was die Lebensjahre angeht“. Herausragend ihre Cover-Version von Eric Claptons „Wonderful tonight“. Das Duo „Jammerschaden“ mit Christof Ruetz (Gesang) und Herbert Hilbert (Klavier), immer um das Verhältnis der Geschlechter zueinander bemüht, ging verschmitzt der Frage nach, ob es denn überhaupt erstrebenswert sei, nach der Traumfrau zu suchen, denn diese wäre doch gewiss „furchtbar langweilig“.

Sopranistin Heike Stoll-Dieterle wurde am Piano begleitet von ihrem Sohn Stefan. Mit den bekannten Weisen „Funiculi, funicula“, „Kalinka“ und „Die Juliska aus Budapest“ zeigte sie, dass sie nicht nur in der Klassik zuhause ist. Ihre Visitenkarten gaben Mitglieder der Neuen Studiobühne aus Baiersbronn ab: Regina Braun und Chris Günther boten mit „Fräulein Hildegards Feschtessa“ eine amüsante Version des Klassikers „Dinner For One“.

Türkischer Volkstanz mit Varol Sadik an der Saz, einer Langhalslaute, und Gesang animierte zum Mitmachen, und dabei fand sich auf der Bühne spontan unter anderem Bürgermeisterin Stephanie Hentschel. Den explosiven Schlusspunkt und Rausschmeißer setzte die Trommelgruppe „Dimbaayaa“ aus Ghana mit extatisch anmutenden Rhythmen.